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Marc Hermann

Read me

07/04/2004
Marc ist Physiker, nee, warte, Journalist, ach was, ein talentierter Trickfilmer.

Erzähl uns doch mal ein bisschen über Dich.

Ich bin 29 Jahre alt (geb. 1974), habe in Aachen, Edinburgh und Hamburg Physik und Journalistik studiert und war einige Jahre geschäftsführender Gesellschafter einer dieser kleinen Internetfirmen mit Schwerpunkt auf Lernen im WWW.

Schon mit meinen ersten Computer, einem Commodore C=16 1985, hielt ich Computergrafik für eine der schönsten Sachen, die man damit machen konnte. Ab 1989, mit dem Amiga 500, wurde daraus eine echte Leidenschaft, insbesondere hatte es mir die 3D-Grafik angetan, inspiriert durch die frühen Pixar-Kurzfilme, die ich damals im Fernsehen gesehen hatte. Ich machte meine ersten Schritte mit Reflections und später mit Imagine. Nach dem unausweichlichem Wechsel zum PC "experimentierte" ich mit den ersten Versionen von Autodesk’s 3D Studio. Diese Phase sollte später noch einen großen Einfluss auf die Wahl meiner 3D Software haben.

Ich muss allerdings zugeben, dass ich trotz allen Enthusiasmus’ zu der Zeit nie über die Logo-und-Kamerafahrt-Phase hinauskam.

Während meines Studiums war ich in Sachen 3D-Grafik ein wenig unproduktiv und konzentrierte mich auf "echtes" Video und studentisches Fernsehen. Im Jahre 2001 entschied ich mich dann aber doch, meine alte Liebe zur Computergrafik erneut zu entfachen, und begann in meiner Freizeit meinen ersten Computertrickfilm zu produzieren: Kicker. Die ganze Erfahrung war für mich die Erfüllung eines langgehegten Traums.

Neben 3D und Animation liebe ich das Snowboarden, alle Aspekte von Film und Filmemachen, Computerspiele, Wissenschaft und Geschichte.

Warum warst Du in Edinburgh? War es im Rahmen Deiner journalistischen Ausbildung?

Nein, ich habe dort weiter Physik studiert, nachdem ich in Aachen darin mein Vordiplom gemacht hatte. Aber in Edinburgh entschied ich mich, meinen Werdegang in andere Bahnen zu lenken, was mit einem Praktikum bei der Tageszeitung Herald seinen Anfang nahm.

Solche Praktika waren die Voraussetzung um in Hamburg für Journalistik (als Zusatzfach neben Physik) zugelassen zu werden. Ich habe in Schottland auch ziemlich viel mit meiner Videokamera aufgenommen. Rückblickend würde ich sagen, dass dieses fantastische Auslandsjahr mir den Mut gegeben hat, stets zu Versuchen, meine Träume zu realisieren, was ich dann mit Kicker ja auch getan habe.

Wann hast Du LightWave zum ersten Mal gesehen?

Das war im Frühsommer 2001, kurz nach meiner Entscheidung, mich wieder mit 3D-Grafik zu beschäftigen. Ich habe Testberichte in Fachzeitschriften gelesen, um festzustellen, welche 3D-Software ich kaufen sollte. Da habe ich dann auch von LightWave erfahren und mich sofort gegen eine Verwendung entschieden, weil mir das Bildschirmfoto nicht gefiel.

(QuickTime - 13.8 MB)

Wann fingst Du an, mit LightWave zu arbeiten?

Nur kurze Zeit später. Ich hatte mich am Ende zwischen LightWave und einer anderen Software zu entscheiden. Dabei richtete ich mich nicht nach besonderen Leistungsmerkmalen, sondern nach dem Arbeitsfluss und wie wohl ich mich allgemein mit der Software fühle. LightWave ging aus diesem Wettstreit als Sieger hervor.

Meine letzter intensiver Kontakt mit 3D-Software war 3D Studio anfang der Neunziger. Es gab separate Programmteile fürs Modelieren und fürs Animieren. Und keine Icons. Klingt irgendwie vertraut, oder? Mit LightWave hatte ich das Gefühl, ich könnte dort weiter machen, wo ich vor zehn Jahren aufgehört hatte und trotzdem von dem enormen Fortschritt profitieren, den 3D Software in der Zwischenzeit zurückgelegt hatte.

Was gefällt Dir an der Software?

Vor allen Dingen der allgemeine Arbeitsfluss. Mal von einigen Problemen mit der Benutzerführung abgesehen fühlt es sich einfach "richtig" an. Die meisten Funktionen sind direkt zugänglich, insbesondere mit dem textbasierten Interface. Dann ist da natürlich die LightWave Gemeinde, ohne deren Hilfe ich Kicker vermutlich niemals hätte fertig stellen können. Weiterhin bin ich mit der Qualität des Renderers ganz zufrieden.

Marc Hermann  
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